derbernd's blog
Ihr kennt sicher alle das Gefühl, wenn man 9 Monate lang eine Tour geplant hat und der Tag der Abreise rückt immer näher.
Am 30. Juni 2010 war es endlich soweit.
Es sollte sehr früh losgehen, damit wir noch vor dem Berufsverkehr das Kamenerkreuz passieren konnten.
Deshalb trafen wir uns mit Erika und Jörg auf dem BAB Parkplatz Gevelsberg um 6:30 und fuhren nach kurzer Begrüßung los.
Die Autobahn war ziemlich frei und wir kamen gut vorwärts. Am Autohof in Werne Früstückten wir dann in aller Ruhe und machten uns dann auf die Fahrt nach Aalborg in Dänemark, wo wir für eine Zwischenübernachtung ein Hotel gebucht hatten.
Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle, bei angenehmen Temperaturen, allerdings war es in Dänemark ziemlich windig.
Das Cabinn Hotel in Aalborg erwies sich als sauber und sehr neu.
Allerdings waren die Zimmer winzig und erinnerten an eine Schiffskabine mit Etagenbetten. Aber das wußten wir vorher und für eine Übernachtung war das schon ok.
Die Mopeds ins Parkhaus, zum Abendessen noch zu Mcdonalds und dann ab ins Bett.
1. Juli 2010
Nach dem Frühstück konnten wir gemütlich Packen, Tanken und die letzten 70 km zum Fährhafen in Hirtshals fahren.
Am Schalter beim Einchecken machte der Typ ein sorgenvolles Gesicht, als er unsere Buchungsnummer in den PC eingegeben hatte und meinte dann da stimmt was nicht. Wir mußten zum Büro ganz am Ende der Strasse.
Die Fahrt hierher:
http://maps.google.com/maps?...
! Schock hoch 3 !
Da wird doch wohl nichts schiefgelaufen sein?
Erleichterung dann im Büro, der Vogel im Schalter war wohl nur zu blöd das gebuchte Abendessen in den PC einzugeben.
Wir erhielten unsere Tikets und konnten die Reihe der wartenden Motorräder eröffnen.
Das alles bei traumhaftem Wetter und angenehmen Temperaturen um die 25°
Das gebuchte Abendessen erwies sich als Haupttreffer.
38 € pro Person waren zwar nicht gerade billig, aber was man dafür geboten bekam war das Geld allemal wert. Alles was das Meer hergibt, vier Fleischgerichte, Desserts Getränke (inklusive Rot- und Weiswein) bis zum abwinken. Und alles war saumäßig lecker. Das war ein Kontrast zum letzten Abend bei McD.
Danach zum Rauchen an Deck ( naja wers braucht
), es hatte sich ganz schön abgekühlt.
Nachdem ich mir im Shop ein paar Dosen Bier gekauft und diese genossen hatte gingen wir relativ früh zu Bett.
2. Juli 2010
Da wir um Mitternacht zufällig beide wach waren, gingen Tina und ich an Deck. Das Schiff lief gerade auf den Hafen von Stavanger zu um dort für einen Zwischenstop anzulegen.
Morgens holten wir uns einen Kaffee und gingen wieder an Deck um die Fahrt durch die vorgelagerten Inseln nach Bergen zu genießen.
Dann mussten wir auch schon zu den Mopeds, Gepäck verstauen und runter vom Schiff.
Wir tranken dann in Bergen noch einen Kaffee und assen zum Früstück ein Teilchen, bevor wir uns auf den Weg zu unserem Ferienhaus machten:
Dort wurden wir von der sehr Freundlichen Vermiterin empfangen, luden die Mopeds ab packten die Koffer aus.
Anschließend fuhren wir zum 2,5 km entfernten Supermarkt um einzukaufen.
Das Haus (die rechte Hälfte war unsere)
3. Juli 2010
Heute machen wir uns auf die erste Tagestour zum Sognefjord:
Wir setzten mit der Fähre nach Slovag über und machten Später am Sognefjord eine Kaffeepause auf der Terrasse eines Hotels, direkt am Fjord.
Der Weg zurück führte uns dann über einen kleine Pass, der es in sich hatte, er war nicht besonders hoch (ca 450 m) aber teilweise sehr steil, und schlechte und sehr enge Strassen.
Tina war danach ganzschön fertig.
Aber schön wars doch.
Nach dem Abendessen dann Fußball: Deutschland : Argentinien 4:0
Schland oh Schland........
Die Vermieterin hatte unsere Jubelschreie natürlich nicht überhöhrt und kam nach dem Spiel zum gratulieren.
Bei der Gelegenheit lud sie uns zu einer Fahrt mit dem Motorboot über den Fjord in den Sonnenuntergang ein. Wir nahmen dankend an.
Sissel-Anny Hjelmtveit, Jörg und Erika
Ein wunderschöner Tag und wir dachten das alles sei nicht mehr zu toppen. Weit gefehlt. Als wir gegen 23:00 von der Bootstour zurück waren, fragte Tina unsere Vermieterin, wo man gut und günstig Fisch kaufen kann. Sie meinte wenn Ihr Cousin noch auf sei könnte man da gleich was kaufen. Sie fuhr mit uns da vorbei, er war noch auf und wir sassen noch 1/2 Stunde dort auf der Terrasse. Der Cousin und seine Frau sprachen gut deutsch und nach einem netten Gespräch holte er uns ca 5 Kilo Fisch aus der Truhe. Keine Ahnung was das für ein Fisch war, aber er war super lecker, wie sich später herraus stellte und über den Preis schreib ich hier nichts, der war schon fast peinlich.
Wir waren überwältigt von soviel Gastfreundlichkeit.
4. Juli 2010
Nachdem der gestrige Tag sehr anstrengend war, machen wir heute mal etwas ruhigeres. Inselhopping.
Vor Bergen erstreckt sich eine langezogene Inselgruppe: Oygarden.
Die geplante Tour endete am Fähranleger in Drotningsvik, weil die Fähre gerade abgefahren war und die nächste erst am Nachmittag fuhr.
Wir disponierten um und fuhren durch Bergen und über eine Brücke zu der Inselgruppe, die durch unzählige Brücken miteinander verbunden ist.
Die geplante Tour:
Die tatsächliche:
Eine wunderschöne Fahrt, leider etwas windig, aber die Landschaft, einfach schön.
5. Juli 2010
Es Regnet.
Jörg und ich fahren Einkaufen, sind ja nur 2 km bis zum Supermarkt.
Als wir wieder zurück sind, hört es auf zu regnen und wir fahren am Nachmittag noch eine kleine Tour um den Seimfjord.
6.Juli 2010
Heute fahren wir Nach Voss und zu dem Wasserfall Twindevossen.
Direkt nach einer Tunnelausfahrt auf der rechten Seite eine Bank und auf der linken Seite ein beeindruckender Wasserfall.
Als wir in Voss ankamen fing es an zu regnen. Wir ließen uns dann direkt an der Strandpromenade in einem Imbis nieder und aßen eine Polse. Leider hörte es in der Zwischenzeit nicht auf zu regnen, also fuhren wir weiter.
Der Twindevossen stellte sich als Turistenrummel heraus, mindestens 5 Reisebusse standen quer über die PKW Parkplätzeund parkten alles zu. Für die Mopeds fanden wir aber Platz, machten schnell ein paar Fotos und beeilten uns, dass wir da weg kamen.
Das tollste, direkt vor dem Wasserfall auf einer Wiese ein Campingplatz, wem da der Lärm vom Wasserfall nicht laut genug war, der wurde wenigstens noch vom Turistenrummel wachgehalten.
7. Juli 2010
Bergen:
Erika hatte für heute um 10:00 Uhr einen Friseurtermin in Knarvik vereinbart. Da dies auf halbem Weg nach Bergen lag verbanden wir das mit einem Besuch in Bergen.
Naja, dass der Friseur 2,5 Stunden brauchte, um mit Erika fertig zu werden hatten wir nicht gedacht.
Wir bummelten derweil durch das große Einkaufszentrum, tranken uns den ein oder anderen Kaffee und fuhren dann nach Bergen.
Als wir dort ankamen hatte sich der Himmel zugezogen und es regnete.
Wir fuhren mit der Floybahn hinauf auf den Berg und was wir schon vermutet hatten, trat auch so ein. Aussicht gleich null.
Nachdem es in dem Restaurant Kaffee und Kuchen gegeben hatte, hatte sich der dichte Nebel etwas verzogen und man hatte jetzt eine schöne Ausicht über Bergen.
Dach einem kurzen besuch im Suveniershop gings dann mit der Bahn wieder abwärts.
Als wir unten ankamen, schüttete es wie aus Eimern, aber wir ließen uns nicht davon abbringen noch einen kurzen Bummel über den Fischmarkt zu machen.
Bergen ist ja eine sehr schöne Stadt, aber bei dem Wetter hatten wir keine Lust mehr und brachen den Besuch ab.
8.Juli 2010
Das wird heute schon unsere letzte Tagestour von Seim aus.
Der Weg führt uns zum Hardanger Fjord.
Nach einer wunderschönen Fahrt zum Hardangfjord fuhren wir entlang des Fjordes Richtung südosten. bis zum Fährhafen in Tysnes. Im Ort, so ca. 800 m vor dem Hafen war direkt an der Hauptstrasse Kirmes. Das da nichts passiert ist ist ein Wunder. Erwachsene, Jugendliche und Kinder liefen über die Strasse, zwischen den Autos hindurch.
Im Hafen mußten wir eine gute Stunde auf die Fähre warten und nutzten die Zeit für ein kurzes Nickerchen.
Damit war die erste Woche schon vorbei, bis auf den Regentag in Bergen war es wunderschön. Wir sind schöne Touren gefahren, das Haus war super, und die Gastfreundschaft von Familie Hjelmtveit überwältigend, dafür an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank.
9. Juli 2010.
Ursprünglich hatte ich für die Fahrt nach Stryn eine Tour von 380 km geplant. Da die Adressenangabe für das Ferienhaus sehr ungenau war, entschlossen wir uns, auf direktem Weg dorthin zu fahren.
So waren es nur noch 283 km und das war ok., denn wir konnten so, nachdem wir die Koffer ausgepackt hatten noch eben einkaufen fahren.
Die letzten vier Kilometer zu dem Haus waren nicht mehr asphaltiert und wir dachten zunächst wir wären falsch, denn quer über die Strasse war ein Tor und es ging nicht mehr weiter. Dann sahen wir am linken Torpfosten ein kleines Schild mit der Aufschrift "Wolters Reisen".
Also doch richtig, und da kam auch schon der Vermieter und begrüsste uns freundlich, zog sofort einen kleinen PKW-Anhänger aus der riesigen Garage um Platz für unsere Motorräder zu machen.
Jörg und ich fuhren einkaufen und dann:
Wieder ein gelungener Tag.
10.Juli 2010
Obwohl das Wetter grau in grau aussah, machten wir uns auf den Weg zum Geirangerfjord.
Wir fuhren nach Hellesylt, wo das Schiff für die Fahrt durch den Geiranger schon abfahrbereit lag und wir konnten gleich an Bord.
Eine traumhafte Fahrt durch den Fjord bis zur Anlegestelle in Geiranger. Wir Stellten die Mopeds ab und tranken noch einen Kaffee auf der Terrasse eines Restaurants direkt im Hafen mit Blick auf den Fjord.
Dann fuhren wir den Adlerweg hinauf, durch elf Kehren bis zur Aussichtsplattform.
Weils so schön war die elf kehren nochmal hinunter, durch den ort Geiranger und hinauf richtung Dalsnibba. Wir befürchteten, das es sich nicht lohnt dort hoch zu fahren, weil es doch immer noch ziemlich bewölkt war.
Auf 1030 m über dem Meeresspiegel machten wir halt bei dem Abzweig zum Dalsnibba steht ein Restaurant. Es gab Kaffee und lecker Kuchen.
Danach ging es die restlichen 500 Höhenmeter über die Mautpflichtige Schotterpiste steil bergauf durch eine enge Kehre nach der anderen und als wir oben ankamen waren die Wolken aufgerissen und wir hatten einen sagenhaften Blick in alle Richtungen. Besonders aber zum Geirangerfjord, der fast schon winzig in weiter Ferne lag.
Bei unserer Moseltour im April sind wir so richtig auf den Geschmack gekommen und haben uns kurzfristig entschieden für eine Woche mit dem Motorrad nach Thüringen zu fahren.
Da wir keine Lust hatten über die Dosenbahn zu düsen haben wir für die Hinfahrt eine Zwischenübernachtung im Spassart eingeplant und das hat sich gelohnt.
In Meinerzhagen hatten wir einen unfreiwilligen Stop. Ein freundlicher Polizist hielt uns an um den Schützenzug vorbei zu lassen.
Nach den Sommerlichen Temperaturen Ende April an der Mosel, war es jetzt recht kühl, nur 5° bei der Abfahrt.
Wir zogen uns deshalb bei der ersten Pause unsere Regenjacken über, die den Wind ab hielten.
Hier die Strecke, die wir am ersten Tag gefahren sind:
Nach einer kühlen aber schönen Fahrt über Landstrassen kamen wir am späten Nachmittag in unserer Pension in Bad Soden/Salmünster an und wir konnten gegen abend noch im Biergarten sitzen, da die Sonne durchgekommen war.
Gut ausgeruht und gestärkt fuhren wir dann am nächsten Morgen weiter Richtung Thüringen. Dafür hatte ich diese Strecke vorgesehen:
und das war gut so. Denn wir fuhren auf schönen Strassen durch noch schönere Landschaften bis zu unserem Quartier in Weimar Possendorf. Es war wiederum nicht sonderlich Warm aber Trocken.
Am nächsten Tag war Weimar angesagt. Nach einem aussgiebigen Stadtbummel
entschlossen wir uns eine Rundfahrt mit einem nostalgisch anmutenden Bus zu machen.
Die Fahrt ging vorbei an vielen der Sehenswürdigkeiten, die wir schon bei unserem Spaziergang durch die Stadt gesehen haben, zum Schloss Belvedere. Während der Fahrt lief im Bus ein Film auf einem großen Flachbildschirm, in dem ein bekanter Weimarer Schauspieler die Sehenswürdigkeiten erklärte.
Eine Besichtigung des Schlosses gehörte nicht zu der Tour, aber immerhin ein Rundgang durch den Park mit einer ausführlichen Informationen zum Schloss und den Nebengebäuden.
Leider bei leichtem Nieselregen.
Der Bus setzte uns dann wieder in der Stadt ab und wir fuhren zurück zum Hotel. Wir hatten wieder einmal Glück es hatte aufgehört zu regnen.
Am Nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Erfurt.
Dort gingen wir gleich zur Turisteninfo und buchten eine Stadtführung. Die ist empfehlenswert, weil sehr informativ und die Besichtigung der ein oder anderen Kirche ist auch mit im Umfang.
Hier ein paar Bilder von diesem Stadtrundgang:
Am 12.Mai fuhren wir nochmal nach Erfurt weil wir den Dom, die Sankt Severikirche und das Rathaus noch von innen besichtigen wollten. Es war etwas wärmer, und zeitweise schien sogar die Sonne. Dann sieht alles gleich etwas freundlicher aus.
Der Kinderkanal wohnt in Erfurt
Im Hintergrund die Krämerbrücke
Am Nachmittag machten wir noch eine kleine Tour, über Ziegenbrück nach Schloss Burgk. Den Tip hatte ich von Harryheilbutt, danke Torsten.
Der 13. Mai erwies sich nicht als unser Glückstag.
Das Wetter war zwar trocken, aber kalt. Wir hatten uns nach so viel Kultur für diesen Tag mal eine Tour vorgenommen.
Bis kurz nach Mittag war das dann eine wunderschöne Tour. Schöne Strassen und Landschaften, bei einer Pause nette Biker aus Regensburg getroffen und es bleib trocken.
Doch dann brachte eine Strassensperrung unser TomTom durcheinander. Da wir nicht die geplante Route fahren konnten versuchte das TomTom uns ohne Rücksicht auf verluste wieder auf diese Route zu führen. Dies fand dann eine unfreiwillige Unterbrechung auf einem Waldweg, der von den Regenfällen der letzten Tage so ausgespült war, dass 20 -30 cm tiefe Schlaglöcher und Spurrillen sich abwechselten. Dies ist kein ideales Geläuf für die Diva. Nach gefühlten 10 km auf diesem Weg (umdrehen war übrigens nicht möglich, weil der Weg zu schmal war) dann zwei riesige Schlaglöcher auf der ganzen Breite des Weges, dazwischen ein 10 -15 cm breiter Steg als einzige Möglichkeit da vorbei zu kommen. Bei dem Versuch rutschte das Vorderrad in eins der Löcher und die Diva neigte sich im Zeitlupentempo zur Seite. Sie lag noch nicht ganz, da stand Tina schon neben mir. Ich wollte auch aufstehen, aber da war ein kleines Problem, mein linker Fuß war zwischen Getriebe und Waldweg eingeklemmt. Mit großer Anstrengung gelang es Tina die Diva soweit anzuheben, dass ich den Fuß daraus ziehen konnte.
Das ganze passierte ungefähr 300 Meter vor dem Ende des Waldweges.
Diese 300 m ging Tina dann zufuß und ich ließ die Diva langsam bis zur asphaltierten Strasse rollen. Dort wurde dann erstmal der Schaden inspiziert:
Uns war ausser dreckigen Klamotten nichts passiert. An der Diva nicht der kleinste Kratzer, die war noch nicht mal dreckig. Lediglich den linken Koffer hatte es mächtig verformt. Aber hat ja schließlich dazu beigetragen, dass zumindest Tina nicht unter dem Moped eingeklemmt war. Sonst hätten wir da lange liegen können bis uns jemand gefunden hätte, denn das war wirklich am A.... der Welt.
Den Koffer hab ich dann soweit zurecht gebogen, dass er wieder halbwegs zu ging, auch wenn er danach nicht mehr wasserdicht war. Wir haben dann für die Heimfahrt unsere Sachen in Plastiktüten gepackt.
Durch die mit dem Umfaller verbundene Aufregung hab ich noch nichteinmal mehr die Tour gespeichert, die Wir an dem Tag gefahren sind und ich habe auch nur ein Foto von dieser Tour bei einer Pause, irgend wo in Thüringen.
Nach dem kleinen Mißgeschick fuhren wir auf direktem Weg über die Autobahn zurück zum Hotel.
Da es noch früh am Nachmittag war entschlossen wir uns mit einem Taxi nach Weimar zu fahren und noch das Museum im Stadtschloss zu besichtigen.
Der Museumsbesuch und der anschließende Spaziergang durch den schönen Park, mal ausnamsweise ohne Motorradklamotten war auch mal was schönes.
Am Freitag, unserem letzten Tag in Weimar, fuhren wir nochmal die drei kilometer nach Belvedere um das Schloss von innen zu besichtigen. Außerdem konnten wir noch einen Spaziergang durch den Park des Schlosses mal ohne Regen machen.
Am Samstag dann die Rückfahrt. Wir hatten eigentlich vor über Landstrassen nach Hause zu Fahren.
Als wir morgens dann aus dem Fenster sahen überlegten wir wie wir die Heimfahrt im Regen am besten gestalten konnten.
Wir entschieden uns zunächst tatsächlich auf Landstrassen zu fahren, da diese paralel zur Autobahn verliefen.
So hatten wir die Möglichkeit, wenn uns der Regen zuviel werden sollte auf die Autobahn zu fahren und auf direktem Weg nach Hause zu düsen.
So geschah es dann auch und wir waren schon am frühen Nachmittag daheim.
Allerdings hörte es kurz nachdem wir auf der Autobahn waren auf zu regnen und wir legten den Großteil der Fahrt im trockenen zurück.
Fazit:
Eine wunderschöne Woche, mit mehr Kultur als Tour, aber auch und gerade in dieser Beziehung ist Thüringen immer eine Reise wert.
Das Wetter war zwar kühl, aber ausser Montag und am Samstag auf der Heimfahrt hatten wir wenigstens keinen Regen.
16.06.2009 521 km
Abfahrt in Remscheid Lennep um 6:15 Uhr, es regnet.
Fahrt bis Heidelberg in strömenden Regen.
Dann ging es im trockenen weiter bis zum Zielort.
Ankunft 14:30 Uhr.
Wir werden freundlich empfangen und beziehen unser Zimmer. Nach dem wir ausgepackt und uns umgezogen haben erfahren wir von der Wirtin, des der Gasthof nebenan Heute Ruhetag hat. Sie bietet uns sofort an, uns zum Abend ein Schinkenbrot zu bereiten. Wir nehmen dankend an und genießen den Schwarzwälder Schinken.
17.06.2009 225 km
Für heute haben wir eine kleine Runde durch den Südschwarzwald geplant. 160 km, über St. Blasien, Stühlingen, Bräuningen Titisee Neustadt und Todtmoos zurück nach Herrischried.
Bei strahlendem Sonnenschein brachten dann drei Straßensperrungen unser TomTom total durcheinander.
Die ersten beiden konnte ich noch umfahren, aber die letzte hat unsere geplante Tour scheitern lassen. Ich habe dann den direkten Weg zurück gewählt und noch eine kleinen Abstecher über den Feldberg gemacht.
Alles in allem ein wunderschöner Tag.
Durch die Sperrungen und den kleinen Umweg über den Feldberg erhöhte sich unser Tagespensum auf stattliche 225 km.
18.06.2009 213 km
Morgens fahren wir direkt nach dem Frühstück los. Es geht auf wunderschöne Straßen bei strahlendem Sonnenschein über Wieden Richtung Colmar. Als wir in die Hochrheinebene kommen wird es richtig Heiß. In Colmar sind es dann Mittags 33Grad und mächtig schwül. Beim Stadtrundgang nutzen wir jedes kleine Fleckchen Schatten. Leider war es viel zu heiß im die schöne Stadt richtig zu genießen. Erst auf der Rückfahrt am frühen Nachmittag verspüren wir Hunger und halten an einem Imbiss um eine Currywurst zu essen. Dann geht es zum Abschluss der Tagestour durch das Wehratal, eine atemberaubende Felsschlucht mit tollen Kurven und Ausblicken. Ziemlich erschöpft (Tina) und nass geschwitzt (beide) kommen wir am frühen Abend bei unserem Quartier an. Wenn es nicht so heiß gewesen wäre, wäre es ein einmalig schöner Tag gewesen.
19.06.2009 156 km
Schon als wir aufstanden war es trüb und dicht bewölkt. Es hatte sich ganz schön abgekühlt. Wir konnten aber trotzdem noch draußen frühstücken. Wir fuhren dann los, Richtung St. Märgen und St. Peter und wollten dann über den Kandel und über Schauinsland fahren. Kurz vor St. Märgen fing es an zu regnen. Wir macht eine kurze Zigarettenpause und entschlossen uns nach Freiburg zu fahren. Auf dem Weg dorthin ging der Nieselregen in starken Landregen über und wir wurden heftig nass. In Freiburg angekommen kauften wir uns erst mal zwei Regenschirme und spazierten dann durch die schöne Altstadt. Und wir fanden ein Restaurant mit einem riesigen Sonnenschirm, unter dem wir draußen bei einer Zigarette einen Kaffee trinken konnten. Nach einer weiteren kleinen Runde durch die Altstadt kehrten wir in einer Studentenkneipe ( Schlappen) zum Mittagessen ein. Als wir da wieder raus kamen, hatte es aufgehört zu regnen. Es fing aber pünktlich als wir am Moped ankamen wieder leicht an zu tröpfeln. Wir machten uns schnell auf den Rückweg und kamen tatsächlich gegen 17:00 Uhr trocken an.
20.06.2009 158 km
Morgens sah es noch recht freundlich aus, aber während wir frühstückten zogen immer mehr Wolken auf. Wir entschieden uns nicht weit vom Quartier zu fahren. Durchs Wehratal über Bad Säckingen nach Laufenburg und dann über schöne kleine Straßen zurück zum Quartier. Etwa 110 km sollten es nur werden. In Laufenburg tranken wir direkt am Rhein und somit an der Grenze zur Schweiz einen Kaffee. Dann machten wir noch einen schönen Spaziergang über die Brücke in den Schweizer Teil der Stadt. Ein schönes idyllisches Städtchen. Da wir abends im Wehrhalder Hof essen wollten, suchten wir auf dem Rückweg einen Gasthof oder ein Kaffee um ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte zu Essen. Seltsamer Weise fanden wir in keinem der Orte, durch die wir kamen, einen Gasthof und wenn doch, war dieser geschlossen. Wir fuhren einfach weiter, irgend wo musste es doch etwas geben. Wir waren schon fast wieder am Rhein als wir uns entschlossen zurück nach Todtmoos zu fahren. Dort bekamen wir dann unsere Torte. So waren aus den geplanten 110 km doch wieder über 150 geworden. Das war aber egal, da wir Glück hatten und einen regelrechten Slalom um die Regenwolken gefahren sind.
21.06.2009 279 km
Nach den beiden kurzen Touren hatten wir heute mal eine etwas längere geplant. Richtung Tittisee-Neustadt, St. Märgen, über den Kandel nach Elzach, Triberg und dann wieder zurück zum Quatier.
Wieder einmal machte uns eine Straßensperrung Probleme. Die Feldbergstraße Richtung Tittisee-Neustadt war wegen einem schweren Unfall gesperrt. Eine Nebenstrecke war wegen einem Radrennen ebenfalls nicht befahrbar. Wir entschieden uns dann über den Feldberg Richtung Freiburg und dann nach St. Märgen zu fahren, wo wir dann wieder auf unsere geplante Route stießen. In St. Märgen machten wir eine kurze Kaffeepause, auf dem Kandel eine kurze pause um die tolle Aussicht zu genießen und zwei Gleitschirmflieger beim Start zu beobachten. Kurz vor Waldkirch sahen wir dann die beiden über uns fliegen. In Elzach aßen wir in einem Gasthof zu Mittag, in dem ich schon auf zwei früheren Touren übernachtet hatte. In Triberg kauften wir eine Kuckucksuhr ;-) die wir uns nach hause schicken ließen. Dann ging es zurück Richtung Quartier.
Eine schöne Tagestour, es hätte nur etwas wärmer sein können, vor allem auf den Bergen.
22.06.2009 215 km
Das Wetter sieht mal wieder durchwachsen aus. Es ist kalt und die Wolken machen einen bedrohlichen Eindruck. Wir warten bis ein Schauer vorbei ist und fahren gegen 11:00 Uhr los.
Auf direktem Weg nach Villingen-Schwenningen zum Polo-Shop. Unterwegs immer wieder dunkle Wolken und kurz vor dem Ziel ein heftiger Schauer. Bei Polo kaufen wir uns zwei Regenkombis, zwei Paar Wasserdichte Handschuhe und ein Paar Regenüberschuhe, da unsere „wasserdichte“ Kleidung doch nicht so wasserdicht ist. Nun bestens ausgerüstet, fahren wir durchs Hexenloch, wo wir in der Hexenlochmühle ein leckeres Stück Schwarzwälder Kirschtorte essen, Richtung Freiburg und dann hoch nach Schauinsland. Während wir oben die Aussicht genießen, sehen wir eine dunkle Wolke auf uns zukommen und es beginnt mal wieder zu Regnen. Weil es dazu auch noch donnert suchen wir Schutz in einer Hütte und warten bis es aufhört zu regnen.
23.06.2009 198 km
Morgens um sieben dicke Wolken, Wolfgang, unser Wirt sagt, die sind in einer Stunde weg.
Um 8:30 Uhr kommt tatsächlich die Sonne durch. Wir fahren los Richtung Schweiz.
Durchs Albtal, eine wunderschöne Felsschlucht, über Albbruck, Waldshut und dann über den ersten kleinen Pass. Vorher fängt es an zu tröpfeln, die Wolken werden immer dunkler und wir streifen die Ganzkörperkondome über. Auf dem Benkerjoch, nicht besonders hoch, aber mit 16% Steigung recht steil, machen wir eine kurze Pause und ein Foto.
Es folgt die Saalhöhe mit 779 m auch nicht besonders hoch aber schön zu fahren. Dann fahren wir nach Bad Säckingen, trinken einen Kaffee, und dann geht’s nochmal durchs Wehratal,wo wir ein paar Fotos machen, nach Todtmoos. Da es hier mal wieder leicht anfängt zu regnen, setzten wir uns auf eine überdachte Terasse und nehmen einen weiteren Kaffee zu uns dazu bekomme ich ein Stück warmen Apfelstrudel mit Eis und Sahne. Gegen 17:00 sind wir dann zurück.
24.06.2009 155 km
Als wir aufstanden war es dicht bewölkt, aber als wir runter nach Todtmoos fuhren, kam die Sonne durch. Über den Hochkopf, über den wir immer müssen, außer wenn wir Richtung Süden wollen, fahren wir zum Belchen. Das ist der zweithöchste Berg im Schwarzwald. Die Fahrt hinauf endet an der Talstation der Seilbahn weil die Straße zum Gipfel gesperrt ist. Wir entschließen uns mit der Seilbahn hoch zu fahren. Oben gehe ich den Rundweg zum Gipfel 1.2 km ( zu Fuss ) und genieße die rundum wunderbare Aussicht. Leider ist es etwas diesig. Nach einem Kaffee an der Bergstation und der Abfahrt mit der Seilbahn fahren wir hinunter nach Münstertal, dann führt uns das TomTom über eine kleine Straße , die es aber in sich hat hinauf zur Schauinslandstraße, auf die wir 3 km unterhalb von Schauinsland trafen. Dann fuhr ich recht zügig nach Freiburg runter, ich wollte mal testen was Tina so ab kann.
Unten angekommen mußte ich dann erstmal anhalten weil Tina dringend eine Zigarette brauchte. Über Staufen, Badenweiler, Kandern, Münstertal und mal wieder den Hochkopf führt uns die Tour wieder zurück zur Unterkunft. In Kirchhausen wo wir zu Mittag aßen, zog eine Dunkle Wolke über uns hinweg, so dass wir jeden Moment dachten, es fängt an zu regnen.
25.06.2009 240 km
Nach der gestrigen Kurvenorgie wollen wir es heute mal etwas ruhiger angehen lassen-
Mal wieder über den Hochkopf und Schauinsland nach Endingen am Kaiserstuhl. Hier beginnt ein Tour vom Motorrad-Tourenplaner, die rund um den Kaiserstuhl führt. Auf schönen Straßen, durch viele kleine Dörfer und Weinberge mit tollen Ausblicken bei strahlendem Sonnenschein. Bei der Rückfahrt über Schauinsland und Hochkopf haben wir ständig dunkle Wolken vor Augen, aber außer ein paar Tropfen kriegen wir nichts ab. In Todtmoos halten wir an einer Eisdiele und setzen uns zur Überraschung des Kellners draußen hin. Nach einem leckeren Eis (ohne Regen) fuhren wir auch die letzten paar Kilometer im trockenen zurück.
Da wir nach einem kurzen Blick auf unser Gepäck feststellten, dass wir nicht alles unterbringen konnten, packten wir einen Teil unserer Sachen in einen Karton, den wir von Wolfgang, dem Wirt, bekommen hatten, und schickten diesen mit der Post nach Hause. Wolfgang brachte das Paket für uns zur Post.
26.06.2009 115 km
Strahlender Sonnenschein, und wir planen für den letzten Tag nur eine kleine Runde. Fahren nach Schluchsee und wollen am Seeufer einen Kaffee Trinken. Als wir dort ankamen, waren rundum dunkle Wolken und es zog sich immer mehr zu. Wir setzten uns auf eine Terrasse mit herrlichem Blick über den See. Plötzlich fing es an zu regnen und wir mussten nach drinnen flüchten. Wir entschieden uns den Gewitterschauer hier aus zu sitzen. Nach zwei Stunden bestellten wir das Mittagessen.
Weil es nach dem Essen immer noch leicht regnete, aber aufgehört hatte zu blitzen und zu donnern machten wir uns auf den direkten Weg zu unserem Quartier. Dort hatte es nur mal leicht getröpfelt und sogar die Straßen waren trocken.
Wir lassen den Tag bei ein paar Flaschen Bier im Freien ausklingen und packen unsere Sachen für die Heimreise.
Weil heut nur sch..... Wetter war haben wir unterwegs nicht fotografiert.
Hier aber ein paar Bilder in und um das Haus Hotzenwald:
27.06.2009 522 km
Die Heimreise.
Wir stehen auf und sehen aus dem Fenster. Uuups, nichts zu sehen. Dichter Nebel, aber es regnet wenigstens nicht.
Wir frühstücken und machen uns nach dem Abschied von unseren Gastgebern auf den Heimweg.
Schon als wir nach Todtmoos hinunter kamen waren wir aus dem Nebel herraus. Und fuhren dann nur noch zweimal als es über Berge ging kurz durch den Nebel. In Freiburg ein kurzer Tankstop und dann ab auf die Autobahn. Bis kurz vor Karlsruhe alles im grünen Bereich, doch dann dunkle Wolken vor uns und die ersten Tropfen. Wir halten an und streifen die Regenkombis über. Gerade noch rechtzeitig, den es schüttet schon bald wie aus Eimern. Weil rundherum immer wieder dunkle Wolken zu sehen sind behalten wir die Ganzkörpercondome bis kurz vor Frankfurt an und ziehen sie dann aus weil es darunter ganz schön Warm ist. Bei Dierdorf kommen wir dann wieder in einen Schauer und streifen die Kombies nochmal Über. Bis auf die paar Schauer und das lästige An- und Ausziehen der Regensachen war es eine problemlose Fahrt und wir sind um 17:00 gut angekommen.
Fazit:
Fast 3000 km in 11 Tagen, durchwachsenes Wetter, tolle Straßen und Landschaften und eine Pension in der wir uns rundum wohl fühlten, mit netten Wirtsleuten, die sich liebevoll um ihre Gäste kümmern.
Alles in allem ein wunderschöner Urlaub.
Hier noch der Link zur Homepage vom Haus Hotzenwald, das wir ruhigen Gewissens empfehlen können:
Als wir (Jörg, Ralf und ich Bernd) mit der Planung für unsere Nordkap Tour begannen, hatte Jörg eine BMW R 1100 S, Ralf eine K 1100 RS und ich heizte mit einer Honda CBR 900 Fireblade durchs Bergische Land.
Eine Wochenendtour von über 1000 km Landstraße brachte mich zu der Überzeugung, dass die Fireblade für die Nordkap-Tour nicht das richtige Motorrad ist. Ich kaufte mir im September 2007 eine 1991 er Transalp, weil die Schmerzen nach der Wochenendtour (Rücken, Kniegelenke und Handgelenke) auf der Rennsemmel schon recht heftig waren.
Hochgerechnet auf drei Wochen und über 7000 km mußte das unerträglich werden.
Irgend wann muss man dem Alter Tribut zollen (Jahrgang 1953).
Als ich die Transe ende März 2007 beim Honda Händler zur großen Inspektion anmelden wollte hatte der eine Transalp BJ 2005 mit gerademal 17000 km auf der Uhr da stehen.
Komplett mit allem Zubehör was man für so eine Reise braucht. Fazit: Fairer Preis, faire Inzahlungnahme: Gekauft.
Ich hätte niemals gedacht das man mit 53 PS auf der Landstraße so flott unterwegs sein kann. Das sind immerhin 80 PS weniger als bei der Firerblade.
Jörg kaufte sich im März 2007 eine neue R 1200 GS, weil er auch bedenken wegen der Sitzposition auf der R 1100 S bei der langen Tour hatte.
Ralfs K 1100 RS ist mit Sicherheit das Richtige Motorrad für diese Tour, so dass wir jetzt super ausgestattet sind.
Am 18. Mai haben wir nochmal eine kleine gemeinsame Ausfahrt unternommen, an der auch Regina und Erika als Sozia teilnahmen und haben festgestellt dass es mit den Mopeds prima klappt.
Ich hatte da zunächst einige Bedenken, schließlich haben die beiden fast doppelt so viele Pferde unterm Sitz wie ich.
Jetzt sind es nur noch drei Wochen und wir müssen nur noch den Rest der Ausrüstung zusammen kratzen.
Am 20. Mai war die Transalp nochmal beim Hondahändler, der mir die beim Kauf versprochenen Reifen und das Kettenkit montiert hat. Außer dem habe ich die hohe MRA Tourenscheibe durch die originale ersetzt.
1. Tag: 07.06.2008 Remscheid - Maribo 543 km, gesamt 543 km
Am 07.Juni ist es endlich soweit. Wir treffen uns mit unseren Frauen bei uns zum Frühstück und um 9:40 Uhr geht es los in Richtung Norden.
Wir kommen nach einer relativ ereignislosen Autobahnfahrt (natürlich mit dem obligatorischen Stau am Kamener Kreutz) um 17:30 Uhr in Puttgarden an und fahren um 17:45 Uhr mit der Fähre. Den Campingplatz in Maribo erreichen wir um 19:00 Uhr und mieten die letzte freie Hütte. Mit Dusche und WC für 48 €.
Es war den ganzen Tag mächtig heiß, wir waren für solche Temperaturen nicht ausgerüstet und haben ordentlich geschwitzt.
2. Tag 08.06.2008 Maribo - Mellerud 563 km gesamt 1126 km
Die Fahrt bei sonnigem Wetter war relativ unspektakulär und hinter Göteborg verlassen wir endlich die Autobahn. Wir mieten eine kleine aber feine Hütte für 60 €, zwar ohne Dusche und WC, aber direkt hinter der Hütte ist ein kleines Häuschen mit sanitären Einrichtungen.
Wir bereiten uns auf das Fußballspiel Deutschland-Polen vor. Im Restaurant gibt es einen Fernseher, aber die wollen um 22:00 Uhr schließen. Wir bestellen uns um 21:45 jeder einen riesigen Hamburger und brauchen natürlich bis zum Spielende, um diesen aufzuessen. Das Personal war leicht sauer, aber wir haben das Spiel in voller Länge mit schwedischem Kommentar gesehen.
Bei dem Fußballspiel (Sieg) gesellte sich ein junges Paar aus Leipzig zu uns. Sie hatten eine ähnliche Route wie wir geplant. Sie fuhr eine CBF 1000 und er eine SV 1000.
3. Tag 09.06.2008 Mellerud - Mora 356 km gesamt 1482 km
An der Landstrasse von Mellerud nach Mora, die fast nur geradeaus verläuft zweigen wir bei einem Hinweisschild für ein Restaurant nach links ab um eine Kleinigkeit zu Essen. Das erweist sich als absoluter Glücksfall. Es geht ca. 2km in herrlichen Kurven Bergauf zu einem Aussichtspunkt in der ansonsten nur leicht hügeligen Landschaft. von dort hat man einen tollen blick über die Wälder und Seen.
Um 18:30 treffen wir auf dem Campingplatz in Mora ein und nehmen eine Winzige Hütte für 45 €, die zwar vier Betten hat, aber die Eingangstür ist wohl eher für kleinere Leute gedacht als für uns.
An dem Eingang hat sich zum Glück keiner den Schädel eingerannt aber dafür haben uns am Abend die Mücken heftigst zerstochen.
Nach dem Abendessen (Tütensuppe und Bier) fängt es leicht an zu tröpfeln und wir müssen schnell unsere Sachen ins Trockene bringen.
Nachts um 1:30 Uhr drückt das Bier und ich muss raus, da die Hütte keine Toilette hat.
Draußen ist es Taghell.
4. Tag 10.06.2008 Mora - Ramvik 414 km gesamt 1896
Der Regen gestern Abend war zum Glück nur ein kleiner Schauer. Es ist leicht bewölkt und ca. 19 Grad, also ideal zum Fahren. Da es auf dem Platz keine Einkaufsmöglichkeit gibt frühstücken wir an der nächsten Tankstelle.
gegen Mittag kommen wir in ein heftiges Gewitter und am späten Nachmittag setzt Dauerregen ein.
Um 18:45 Uhr kommen wir in Ramvik auf einem Campingplatz unter deutscher Leitung an und bereiten unser Abendmahl: Tütensuppe und Bier von der Tanke mit 3,5% Alkohol, da unsere mitgenommenen Vorräte verbraucht sind.
5. Tag 11.06.2008 Ramvik - Lulea 457 km gesamt 2353
Um 9:30 geht es weiter, bei erfrischenden 8 Grad aber im trockenen.
Auch im laufe des Tages kam die Temperatur nicht über 11 Grad hinaus.
Mittags halten wir an einem kleinen Restaurant und essen dort das Tagesmenü: Gerollte Scholle mit Kartoffelpüree, Weisweinsoße und Salat und Cola und Kaffee. Alleszusammen für 7,50 €. Super
In Lulea nehmen wir eine schöne große Hütte mit Dusche, WC und TV, für 85 €
Abendessen Würstchen mit Kartoffelsalat.
6. Tag 12.06.2008 Lulea - Sodankylä 393 km gesamt 2746 km
Um 6:00 koche ich mir einen Kaffee, dreh mir eine Zigarette und gehe vor die Hütte zum Rauchen(alles Nichtraucher Hütten). Schei.... es Regnet.
Als Ralf und Jörg wach werden frühstücken wir in aller Ruhe und als wir dann die Mopeds gepackt haben scheint die Sonne.
Gegen, 14:00 bereits in Finnland, kommen wir in die erste und einzige Polizeikontrolle.
Ein freundlicher Polizist lässt uns ins Rörchen pusten (natürlich negativ)
und schickt uns zu einem Zelt am Ende des Parkplatzes, wo uns eine sympatisches Mädel in perfektem Englisch über die Gefahren der Übermüdung auf den eintönigen Finnischen Straßen aufklärt. Dazu werden belegte Brote und Kaffee gereicht. Anschließend macht Sie noch ein Foto von uns dreien mit unseren Mopeds.
An solchen Aktionen sollte sich die Polizei in Deutschland mal ein Beispiel nehmen.
eine halbe Stunde später erreichen wir den Santapark in Rovaniemi. Der öffnet erst in 12 Tagen, naja dann haben wir uns halt die 10 € Eintritt gespart. Statt dessen erklimmen Ralf und ich einen Berg über eine Holztreppe.
300 m Fußweg mit gefühlten 500 m Höhenunterschied. Oben Steht ein Ausichtsturm auf dem wir nassgeschwitzt ankommen. Man hat einen schönen Rundumblick auf Rovaniemi und sechs Skisprungschanzen.
Zwei Kilometer weiter kommen wir am nördlichen Polarkreis an. Hier, in Santa Claus Village, steht ein ganzes Dorf aus Andenkenläden, Restaurants und einem Postamt, wo man den begehrten Poststempel auf seine Ansichtskarten bekommt. Wir kaufen etwas ein, Schreiben Grußkarten und machen die obligatorischen Fotos.
Wir fahren weiter und die Strasse wird immer eintöniger, immer gerade aus und die Wälder rechts und links (sonst ist da nichts) werden immer trostloser.
Gegen 16:00 fängt es an zu regnen. Um 17:15 kommen wir in Sodankylä an.
Auf dem Campingplatz sind wegen einem Filmfestival in der Stadt alle Hütten belegt.
Da wir im Regen keine lust zum Zelten haben, fragen wir den jungen Mann an der Rezeption ob es in der nähe eine Hütte zu mieten gibt. Er greift zum Telefon und nach einem kurzen Gespräch sagt er, dass in ca. 13 km Entfernung an einem See noch eine Hütte für 4 Personen frei ist und erklärt uns den weg dorthin. Sie kostet allerdings 80 €, hat aber Dusche, WC, Sauna und TV (sehr wichtig wegen Fußball Deutschland - Kroatien).
Dort angekommen erklärt uns die Vermieterin in perfektem Finnisch (wir verstehen kein Wort) die Funktion der Sauna.
Die Hütte liegt direkt am See und verfügt außer der oben genannten Ausstattung noch über einen offenen Kamin. Da die Nutzung der Sauna, und Brennholz für den Kamin auch noch im Preis enthalten sind meinen wir, dass der Preis vollkommen in Ordnung ist.
Ralf und ich gehen erstmal in die Sauna und dann schauen wir Fußball. Das Spiel kommentiere ich hier nicht(Protest).
Wir sind uns einig: Super Glück gehabt.
7. Tag 13.06.2008 Sodankylä - Skoganvarre 378 km gesamt 3124 km
Am Morgen regnet es und die Temperatur beträgt aufmunternde 6 Grad.
Wir fahren los und frühstücken an der nächsten Tanke. Gegen Mittag hört es auf zu Regnen. Vorbei am Inarisee geht es Richtung norwegische Grenze und wir erreichen um 17:00 Uhr Karasjok. Wir sind beeindruckt,wie sich die Landschaft direkt nach dem überqueren der Grenze verändert. In einem Supermarkt kaufen wir ein und entschließen uns den Campingplatz in Skodanvarre anzufahren. Mittlerweile scheint die Sonne bei 14 Grad Hitze.
Unterwegs sehen wir eine Rentierherde, die in aller Ruhe die Straße überquert.
Wir bekommen eine schöne große Hütte mit Dusche, WC und TV für 85 €.
Im Fersehen gibt es nur ein Programm, auf dem wird kein Fußball übertragen, aber das ist nicht tragisch, da Deutschland heute eh nicht spielt.
8. Tag 14.06.2008 Skoganvarre - Nordkap - Russenes 353 km gesamt 3478 km
Heute werden wir das Ziel erreichen. wir haben noch nie so früh gefrühstückt und fahren schon um 9:00 Uhr los.
In Russenes machen wir einen kurzen Tankstopp und dann zieht es uns zum Kap.
eigentlich wollten wir in Honningsvag noch vor einer Webcam am Hurtigrutenkai posieren aber ein Riesiges Hurtigruten-Schiff verrsperrt die Sicht auf den Kai.
Also weiter, die letzten 30 km.
Es wird immer kälter, die Landschaft ist karg aber beeindruckend. Rechts und links der Straße türmen sich meter hohe Schneewehen.
Hier läuft uns noch eine Rentierherde vor die Mopeds, zwei entgegenkommende Varaderos können scheinbar nur durch ein gut funktionierendes ABS noch rechtzeitig anhalten. Während der ganzen Strecke von Honningsvag zum Kap fahren wir an Wanderern, Nordigwalkern, Joggern und Radfahrern vorbei, die auf dem Weg durch diese Einöde und Kälte zum Kap sind.
Um 14:00 nach einer abenteuerlichen Fahrt bei stürmischem Wind (senkrecht durch Kurven und in Schräglage geradeaus) erreichen wir die Kassenhäuschen am Nordkap. Eintritt 200 Kronen (ca. 25 €)pro Person steht auf einem Schild.
Aber scheinbar wollen die von uns kein Geld, oder sie haben genug eingenommen durch die vier oder fünf Reisebusse von dem Hurtigruten Dampfer, denn die Kassenhäuschen waren nicht besetzt und wir fuhren einfach vorbei.
3 Grad und ein eisiger Wind, aber wir sind total zufrieden.
In der Eingangshalle treffen wir das Pärchen aus Leipzig wieder. Die zwei hatten eine ähnlich gute Fahrt wie wir.
Kaffe und Kuchen, schweineteuer, aber wir haben ja den Eintritt gespart.
Im Souvenirshop eingekauft, schweineteuer, aber wir haben ja den Eintritt gespart.
Draussen auf dem Felsen fotografiert und dann wieder zurück nach Russenes wo wir uns eine Hütte für 55 € mieten sie entpuppt sich als Bruchbude, aber wir sind froh ein festes Dach über dem Kopf zu haben.
Im Restaurant esse ich mir ein Steak und trinke mir ein Bier, schweineteuer, aber wir haben ja den Eintritt gespart.
Jeder von uns geht mindestens drei mal in den Souvenirshop, schweineteuer, aber wir haben ja den Eintritt gespart.
9. Tag 15.06.2008 Russenes - Skibotn 402 km gesamt 3880
Wir fahren früh in Russenes los, weil uns in der ungemütlichen Hütte nichts hält und fahren die bisher schönste Strecke, entlang an Fjorden und Bergen. Endlich mal Kurven.
Um 17:30 Uhr mieten wir uns in Skibotn eine Hütte für 55 €. An der Rezeption bedient uns ein etwa 10 jähriger Junge in gebrochenem englisch, in einem Hinterzimmer sitzt scheinbar seine Mutter (oder Großmutter????) und läßt sich durch nichts vom Fernsehen abhalten. Der Junge sagt uns dass es nur alkoholfreies Bier gibt. (iiiigit).
Ich versuche noch im Ort Bier zu besorgen aber es ist kein Geschäft geöffnet, da heute Sonntag ist.
Die Hütte steht direkt am Strand und die sagenhafte Aussicht entschädigt uns für den bierfreien Abend.
10. Tag 16.06.2008 Skibotn - Svolvaer 407km gesamt 4287 km
Auf der Zufahrt zu den Lofoten eröfnet sich uns eine Überwältigende Landschaft. Es wird wieder grüner und wir fahren entlang gewaltiger Berge und malerrischer Fjorde.
Eigentlich wollen wir Heute nach Sortland, doch mitten in einer Baustelle teilt sich die E10 und wir folgen dem westlichen-, anstatt dem nördlichen Abzweig.
Zwar ist die westliche Route die kürzere aber ich meine durch diese Abkürzung haben wir wahrscheinlich einen der schönsten Abschnitte der Lofoten verpasst.
Als wir unseren Irrtum feststellen ist es zu spät zum umkehren und weil wir abends das Fußballspiel Deutschland - Österreich sehen und noch Bier kaufen wollen, hetzen wir durch die Sagenhafte Landschaft und haben noch nicht einmal Zeit für einen kurzen Stopp zum fotografieren.
In Svolvaer gibt es in zwei riesigen Supermärkten nur alkoholfreies Bier (iiigit).
Direkt nebenan ist ein kleiner Laden mit riesigen Regalen, gefüllt mit allen möglichen Biersorten. Geöffnet bis 18:00 Uhr und es ist 18:45 Uhr. Schei..., wieder ein trockener Abend und das beim Fußballspiel.
Die riesige 8-Personen Hütte mit der sagenhaften Aussicht auf einen kleinen Fjord und das dürftige 1:0 gegen Österreich entschädigen ein klein wenig für die Hetze und den zweiten bierfreien Abend.
11. Tag 17.06.2008 Svolvaer - Saltstraumen 174 km gesamt 4461 km
Nach einer wunderschönen fahrt über eine kleine Küstenstraße (815)
und einem Abstecher in ein kleines Fischerdorf erreichen wir um 13:30 den Fährhafen südlich von Moskenes, kaufen die Tickets und können sofort auf die Fähre.
Auf dem Schiff erzählt uns ein Paar aus Garmisch von einem einzigartigen Naturschauspiel, etwa 30 km südwestlich von Bodo. Dort fließen bei eintretender Flut, bzw. Ebbe 400 Millionen Kubikmeter Wasser durch eine 150 m breite Enge von einem Fjord in den anderen und es bilden Strudel mit bis zu 10 Meter Durchmesser und 4 Meter Tiefe. Wir bekommen die letzte freie Hütte auf dem Platz und beim Betreten werden Erinnerungen an Russenes wach. Immerhin ist sie mit 45 € etwas billiger.
Wir hatten zuvor in einem Supermarkt in Bodo "richtiges Bier" gekauft und vertreiben uns damit beim Fußball die Zeit bis zur eintretenden Flut um 23:30 Uhr.
Jörg stellt fest, dass sein Tabak nicht reichen wird und entdeckt an einer Tankstelle ein Schnäppchen. 50 Gramm Zigarettentabak für 175 Kronen ( ca. 22 €). Er kann nur mit Mühe widerstehen.
12. Tag 18.06.2008 Saltstraumen - Nesna 263 km gesamt 4724 km
Über die Küstenstraße 17 führt uns der Weg Heute durch sieben Tunnel und mit zwei Fähren nach Nesna. Am zweiten Fährhafen kommen wir um 14:45 an. nach einer Stunde Wartezeit legt die Fähre endlich an. Ein Mann vom Bordpersonal kommt zu uns und erklärt, dass der norwegische König sich auf einer der Inseln aufhält, die Fähre dorthin fährt und wir deshalb nicht mitkönnen. Die nächste Fähre kommt erst in drei Stunden. Super. Denn in dem Fährhafen und im näheren umkreis auf der winzigen Insel ist nur ein kleiner Kiosk mit einem Imbiss. Zum Glück meint es wenigsten das Wetter gut mit uns.
Wir rufen von dort aus bei dem Campingplatz in Nesna an und reservieren eine Hütte, da wir bedenken haben dort rechtzeitig anzukommen. Mit dieser Fähre überqueren wir den Polarkreis in südlicher Richtung.
13. Tag 19.06.2008 Nesna - Foldereid 191km gesamt 4915 km
Bei absolutem Spitzenwetter fahren wir weiter über die 17 mit vier weiteren Fähren Richtung Süden und genießen die wunderbare Landschaft.
Wir verpassen irgendwie die Einfahrt zu dem Campingplatz, auf dem wir übernachten wollten und landen stattdessen in einem Anglercamp. Lars, der Inhaber, stammt aus Hamburg. Er begrüßt uns , bietet uns sofort eine Hütte an und lädt uns ein das Fußballspiel zusammen mit den Anglern anzuschauen.
Wir nehmen unser Abendessen im Restaurant ein, bestellen uns für den nächsten Morgen Früstück vom Buffet und Bezahlen für alles zusammen 60 € pro Person, inklusive der Hütte.
Das Fußballspiel Deutschland - Portugal (3:2) verfolgen wir in gemütlicher Runde. auf einem großen TFT-Bildschirm mit deutschem Kommentar. Lars gibt für jedes deutsche Tor einen Obstler aus und alle hoffen auf ein Elfmeterschießen.
14. Tag 20.06.2008 Foldereid - Trondheim 268 km gesamt 5183 km
Wir fahren zunächst noch auf der 17 weiter, nehmen dann eine Querverbindung zur E6 und kommen erstmals wieder durch größere Städte (ätzend).
Die E6 ist ziemlich ermüdend, so dass wir kurz vor Trondheim eine Hütte nehmen.
15. Tag 21.06.2008 Trondheim - Eresfjord 241 km gesamt 5474 km
Wir fahren zeitig los und machen gegen Mittag halt an einem Imbiss in den Bergen. Als wir dann witerfahren setzt heftiger Dauerregen ein. Die wolkenverhangenen Berge lassen erahnen wie schön das bei gutem Wetter aussehen muss und die kurvigen Straßen machen selbst im Regen noch Spaß.
Um 17:00 haben wir aber keine Lust mehr im Regen zu fahren und nehmen uns in Eresfjord eine Hütte. Der Inhaber des Platzes zeigt uns einen Trockenschrank für unsere nassen Sachen.
16. Tag 22.06.2008 Eresfjord - Strynsvatn 226 km gesamt 5700 km
Kaum zu glauben, beim Frühstück scheint die Sonne ins Fenster und wir hoffen auf schönes Wetter für die geplante Tagesetappe.
Bei Jörg und Ralf treten plötzlich heftige Auswirkungen von Lagerkoller ein.
Sie geben ihren Motorräder Namen und sprechen mit ihnen bairisch.
Jörgs GS heißt "Zenzi" und Ralf nennt seine K "Sepp".
Wenn es nicht so traurig währe könnte man fast darüber Lachen.
Trollstigen: Geil
Geiranger: Fantastisch
Da es erst gegen Abend anfängt zu tröpfeln, haben wir heute 226 Kilometer mit Kurven, Kurven und nichts als Kurven, durch beeindruckende Landschaften die einfach nur Spaß machen, hinter uns. Ein Pass nach dem anderen und am letzten Pass trauten wir unseren Augen nicht: Zwei Jungens heizten, nach hinten durch ein Auto vom nachfolgenden Verkehr abgeschirmt, mit Skateboards die Straße hinunter.
Wir mieten eine Hütte für 85 €, mit Dusche und WC und schöner Aussicht auf einen See und die Berge.
17. Tag 23.06.2008 Strynsvatn - Vik 217 km gesamt 5917 km
Irgend wann in der Nacht hat es aufgehört zu regnen und wir sind beim Frühstück noch optimistisch was das Wetter betrifft.
Als wir gerade das letzte frische Brötchen auf haben, fängt es wieder an zu schütten.
Wir Packen und fahren los, vieleicht ist das Wetter ja Richtung Süden besser.
Aber weit gefehlt es regnet den Ganzen Tag und selbst unsere bisher Wasserdichte Kleidung gibt den Wassermassen nach.
Jörg und ich haben ein Feuchtbiotop in unseren Stiefeln und Ralfs Regenhose hat sich auch entschieden Wasser durchzulassen. Irgendwo am Reißverschluss läßt meine Jacke Wasser durch, von dort läuft es in die Hose, wo es nicht mehr hinaus kann, weil diese Wasserdicht ist. Ein tolles Gefühl.
In Vik mieten wir eine große Hütte für 60 €, mit guter Heizung zum trocknen unser Sachen.
18. Tag 24.06.2008 Vik - Flateland 338 km gesamt 6255 km
Bei der Abfahrt in Vik tröpfelt es noch leicht, hörtaber bald auf. Es geht direkt Steil Bergauf und oben auf dem Berg springt Jörgs Eiswarner an. 1,5 Grad, rechts und links der Sraße noch meterhoher Schnee und Neuschnee auf den Gipfeln rundherum.
Bergab wird es wieder wärmer und ich kann sogar wieder meine Strickjacke ausziehen.
Wir fahren noch über zwei Pässe und kommen dann durch eine Baustelle. Kurz danach gibt Jörg Zeichen zum Anhalten, er hat Druckverlust im Hinterreifen, ein Nagel steckt im Profil. Er füllt an einer Tankstelle Luft nach und wir können noch die Letzten paar Kilometer bis zum Campingplatz fahren.
Wir entschließen uns am nächsten Tag auf den Abstecher zum Lysefjord zu Verzichten.
19. Tag 25.06.2008 Flateland - Hirtshals 166 km gesamt 6421 km
Als wir um 9:00 Uhr losfahren wollen sehen wir das Jörgs Hinterreifen fast platt ist.
Wir ziehen den Nagel heraus und füllen den Reifen mit Pannenspray.
Dann fahren wir durch bis Kristiansand und sind um 13:30 im Fährhafen.
Unsere Motorradtour mutiert zur Wandertour.
Wir latschen gefühlte 5 km zum Bahnhof weil wir mit den Motorrädern nichtmehr aus dem Terminal heraus kommen und es dort nichts zu Essen gibt.
Die Fähre legt pünktlich um 16:30 Uhr ab und wir sind um 20:00 Uhr in der reservierten Hütte.
Wir packen kurz aus und schauen uns im gut gefüllten Fernsehraum das Fußballspiel Deutschland - Türkei an. Auf der Fähre hatten wir uns mit zwei Herrenhandtaschen
( Budweiser) eingedeckt, die wir beim Spiel leeren.
Fazit: Gute Stimmung, schlechtes Spiel, gutes Ergebnis.
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